Allgemein Zukunftsarbeit

Wie werden Sie als Mitarbeiter zukunftsfähig?

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In den vergangenen Wochen habe ich mich verstärkt damit beschäftigt, welche Kompetenzen den entscheidenden Unterschied in der persönlichen Zukunftsfähigkeit eines Mitarbeiters machen. Ich habe dazu wissenschaftliche Veröffentlichungen aber auch  Blogartikel gelesen und  Bücher gewälzt. Und ich meine ein paar Faktoren identifizieren zu können, die Ihnen dabei helfen in einer rasant sich verändernden Arbeitswelt nicht den Anschluss zu verlieren.

10000-Stunden Regel

Suchen Sie sich einen Bereich in dem Sie meisterhaftes Wissen und Können erwerben, unter Beachtung der 10000 Stunden Regel. Die 10.000 Stunden Regel geht auf K. Anders Ericsson zurück, der sich mit der Entwicklung von Expertentum in verschiedenen Disziplinen beschäftigt hat. Demnach brauchen Menschen, um zu Experten in einem Fachgebiet zu werden, 10000 Stunden oder 10 Jahre. Es genügt jedoch nicht, sich halbherzig mit einer Sache über einen langen Zeitraum zu beschäftigen. Sie müssen dies mit aller Ihnen zur Verfügung stehenden Leidenschaft tun, um tatsächlich einen Unterschied zu machen und sich damit Ihre persönliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Der technologische Fortschritt begünstigt die Ersetzbarkeit von Mitarbeitern. Experte auf einem Gebiet zu sein, sichert Ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten.

Interkulturelle Kompetenz

Lernen Sie den Umgang mit verschiedenen Nationalitäten. Es ist denkbar, dass Sie einen Teil ihres Berufslebens in einem anderen Land verbringen und dann darauf angewiesen sind, Anschluss an Ihnen fremde Lebenswelten zu finden. Sie werden jedoch auch zukünftig in Ihren Unternehmen stärker mit anderen Nationalitäten konfrontiert werden.

Kreativität entwickeln

Kreativ und innovativ zu werden gelingt nur in einem Umfeld in dem Vielfalt als Inspiration erlebt wird. Lernen Sie verstärkt eingetretene mentale Pfade zu verlassen und lassen sie sich anstecken von Menschen anderer Nationalität, von anderen Branchen und von anderen Zielen. Eventuell müssen Sie sich auf einen neuen Arbeitgeber einlassen, wenn Sie feststellen, dass Sie Ihre Kreativität im Unternehmen nicht zum Ausdruck bringen dürfen.

Freundschaften aufrechterhalten

Vor allem für jüngere Arbeitnehmer wird Arbeit mit einer deutlich höheren Mobilität einhergehen. Legen Sie deshalb frühzeitig den Fokus auf stabile Beziehungen und Freundschaften, die Sie auch über große Distanzen und mit technologischer Unterstützung aufrechterhalten können. Da moderne Arbeitswelten Isolation begünstigen, diese wiederum ein Risikofaktor für die Entwicklung ernst zu nehmender Erkrankungen ist, erscheint die Pflege und Aufrechterhaltung von Beziehungen als gesunderhaltende Ressource unumgänglich.

Soziales Kapital in Form von Meisterschaft

Die zukünftige Arbeitswelt bietet mehr Wahlmöglichkeiten und damit einhergehend mehr notwendige Entscheidungen. Ob Sie ein erfülltes Arbeitsleben führen, oder nicht, wird davon abhängen, wie gut es Ihnen gelingt geistiges Kapital in Form von Meisterschaft in einem für Sie relevanten Bereich zu erlangen, soziales Kapital in Form des erfolgreichen Beziehungsaufbaus zu Ihnen wichtigen Menschen zu pflegen und der Bereitschaft zu echten Erfahrungen im Gegensatz zu reiner Konsumorientierung. Dies beinhaltet, dass Sie immer wieder neu ausloten müssen, ob Karriere lediglich zu einer Erhöhung des Einkommens führt und damit zu mehr Konsum oder ob andere Lebensbereiche, die mehr Erfüllung versprechen, durch die von ihnen zu treffenden Entscheidungen  begünstigt werden.

Verantwortung übernehmen

Sollte Ihnen ein ausgeglichenes Leben, eine sinnvolle Arbeit und die schrittweise Entfaltung Ihrer Fähigkeiten wichtig sein, so müssen Sie Verantwortung für Ihr Arbeitsleben übernehmen und Schritt für Schritt Veränderungen einleiten. Dies geht üblicherweise mit Angst und Unbehagen einher. Wenn es Ihnen gelingt, sich diesen Gefühlen zu stellen, werden Sie nicht länger ein kleines Rädchen im Getriebe eines Unternehmens sein, sondern ein Mensch der die Konsequenzen seiner Entscheidungen zu verantworten lernt!

Der letzte Punkt ist für mich der wichtigste. Zu oft geschieht es, dass sich Menschen in der Arbeit wie in Trance befinden, Ängste entwickeln und dadurch zu wenig lebendigen, kreativen und inspirierten Mitarbeitern werden. Oft reicht es aus sich zu fragen, was nach einem Worst-Case-Szenario geschieht und wie man mit den dann auftretenden Schwierigkeiten umgeht. Meist lassen sich latent wabernde Ängste dadurch ausräumen.

Wenn Sie dieser Artikel neugierig gemacht hat, dann finden Sie in den im Anschluss genannten Büchern vertiefende Informationen:

Jeremy Rifkin – Die empathische Zivilisation

Lynda Gratton – Job Future, Future Jobs

Matthias Horx – Das Megatrend -Prinzip

Und wie immer freue ich mich wenn Sie den Artikel in Ihrem bevorzugten Netzwerk teilen, meine Seite weiterempfehlen oder  einen Kommentar schreiben!

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  1. Schöner Beitrag, nur wo ist die Bücherliste?

    • Hallo Phil,
      vielen Dank für den Kommentar! Die “Bücherliste” besteht nicht mehr aus 3 Bildern, weil ich nicht mehr am Amazon Partnerprogramm teilnehme.
      Deshalb nochmal die Titel:
      Jeremy Rifkin: Die empathische Zivilisation
      Lynda Gratton: Job Future, Future Jobs
      Matthias Horx: Das Megatrend-Prinzip
      Liebe Grüße
      Margit Nowotny

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